Weekend of Horrors

3. + 4. Dezember 2005

Halle Münsterland, Münster

Samstag 10 - 24 Uhr

Sonntag 11 - 18 Uhr

 

Stargäste:

George A. Romero (Regisseur)
Udo Kier (Mark of the Devil, Blade) Nur Sonntag!
Lloyd Kaufmann (Regisseur)
Nicolas Vince (Hellraiser 1+2)
Simon Bamford (Hellraiser 1+2)
Andrew Divoff (Wishmaster)
Doug Bradley (Hellraiser)
Tom Savini (FX Specialist)
David Hess (Last House on the left)
Ashley Laurence (Hellraiser 1,2,3 und 6)
Betsy Baker (Tanz der Teufel)
Ellen Sandweiss (Tanz der Teufel)
Sarah York (Tanz der Teufel)
Jed Brophy (Braindead)
Timothy Balme (Braindead)
Barbie Wilde (Hellraiser 2)
Eugene Clark (Land of the Dead)
Pedro Miguel Arce (Land of the Dead)
Clayton Hill (Dawn of the Dead)
Sharon Ceccatti (Dawn of the Dead)
C.J. Graham (Jason in Friday 6)
Richard J. Brooker (Jason in Friday 3)

 

 

 

So, endlich war es soweit. Nach Jahren der Planung und der Vision eines Events nur über das Thema Horror mit vielen bekannten Gesichtern der Schauspieler als Stargäste hatte der Event nun endlich Gestalt angenommen. Es konnten einige Kracher wie etwa George A. Romero, Tom Savini oder Udo Kier eingeladen werden. Zwar waren die Verhandlungen mit Bruce Campbell nicht erfolgreich (letztendlich ist es wohl am Geld gescheitert) und auch Robert Englund musste passen, aber jeder Freund des guten Horrors bekommt bei der obigen Liste leuchtende Augen ;-)

Die erste Absage zum Event wurde durch John Kassier (Tales from the Crypt) vermeldet. Knapp 2 Wochen vor dem Event haben dann leider auch Jeffrey Combs und Tom Atkins absagen müssen. Bei Jeffrey Combs (Dreharbeiten) besonders ärgerlich, weil nach langen und zähen Verhandlungen endlich eine Einigung gefunden wurde und bei Tom Atkins klappte es nicht, weil er an einem Theaterstück mitwirkt.

Als Ersatz wurden kurzerhand Udo Kier und Simon Bamford verpflichtet. Besonders die Hellraiser Fans dürften sich über den 4. Stargast aus Hellraiser freuen. Hervorzuheben ist aber Udo Kier. Der Kultschauspieler ist nicht nur der einzige Deutsche in der Liste der Stargäste, sondern er hat in über 160 Filmen mitgewirkt und hat dadurch einen besonderen Platz in der Geschichte des Phantastischen Film sicher.

Der Event mit über 2 Tagen Laufzeit und 22 Stargästen konnte beginnen.

 

 

 

Das Programm

 

Das Programm ist für deutsche Filmbörsen / Conventions ein wenig Neuland. Zwar gibt es z.B. bei der Rincon oder der Jedi-Con  auch Panels, Kostümwettbewerbe oder Ausstellungen, aber dies immer nur für ein Film (sprich außschließlich Star Wars, Star Trek oder Herr der Ringe). Die Weekend of Horror hat sich ein Thema gewidmet, dem Horrorfilm. Solche Conventions gibt es bislang nur in den USA und das seit vielen jahren mit großen Erfolg. So war es endlich auch mal an der Zeit, in Deutschland so eine Convention auf die Beine zu stellen.

 

 

 

Goldcard zur WoH (95,- Euro)

 

Die Goldcard beinhaltet den Eintritt an beiden Tagen, ein Photoshoot Ticket, 2 Gutscheine für Autogramme, ein Goodiebag und die WoH DVD. Berechnet man den Preis, sind 35,- Euro in Ordnung. Normaler Eintritt an beiden Tagen wären 45,- Euro, ein Photoshoot kostet 15,- Euro, 2 Autogramme auf mitgebrachte Artikel z.B. bei George A. Romero liegt bei 30,- Euro. Das sind schon 90,- Euro und wenn man noch die WoH DVD und das Goodiebag dazu rechnet, ist der Preis wie gesagt in Ordnung.

 

 

 

 

 

 

Samstag, den 3.12.05

(Aufgrund der vielen Bilder und des Umfangs, ist die WoH auf 2 Seiten geteilt. Unten geht es zum 2. Tag) 

 

 

Kurz nach dem Frühstück ging es gleich in Richtung Eingang der Münsterhalle.

 

 

 

 

 

 

 

Tja, die Erwartungen war sehr hoch, immerhin haben sich viele Stars angekündigt und so gab es 2 große Schlangen. Die eine für die Besucher mit Tagestickets oder 2- Tagestickets, und die andere...

 

 

 

 

 

 

..für die Besucher mit den Goldcards. Die konnten durch Vorlage der Card sich das Goodiebag abholen. Darin war neben den Autogrammgutscheinen auch ein Gutschein fürs Photoshooting (), ein Energy Bonbon, ein (neudeutsch) Keyholder und das Programm der beiden Tage. Was wirklich hilfreich war, denn man konnte dank des vollen Programms sehr leicht einige Dinge wie z.B. das Photoshooting mit Romero verpassen. 

 

 

 

 

 

 

Goodiebag mitsamt den Gutscheinen in der Hand ging es dann gleich in die Halle. Auf der linken Seite fielen die interessanten Requisiten wie etwa Frankeinstein auf dem elektrischen Stuhl ins Auge. Alles sehr Detailreich und trugen mit den ganzen in der Halle verteilten Postern gut zum Thema des Weekend of Horrors bei.

 

 

 

 

 

 

Einer der ersten Händler, bzw. genauer Aussteller waren gleichwohl auch die Auffälligsten. Das Make up aus den Niederlanden fiel vor allem durch ihren Vampire Look auf, der u.a. auch schwarze Kontaktlinsen beinhaltete...

 

 

 

 

 

 

Aber für Aussteller, Händler oder den 18er Raum war jetzt keine Zeit ;-). (Dazu mehr auf Seite zwei.)

Es ging auf zum Godfather of the Zombies,

 

 

 

 

 

 

George A. Romero

Endlich war es soweit und er war zu Gast auf einer Convention in Deutschland. Die Fans dankten es Ihm durch ruhiges und geduldiges warten in der Schlange. Das angekündigte Ziehen von Nummern oder Bevorzugung von Goldcard Besitzern gab es leider nicht. Aber auch so musste keiner länger als 20 Minuten warten. Allerdings war so auch die Halle etwas leer, weil sich der Großteil der Besucher bei George A. Romero anstellte.

Romero, etwas klapprig geworden, aber trotzdem sehr nett und super Gelaunt, hatte vor alle Fans ein offenes Ohr und beantwortete schon vor dem Q&A Panel viele Frage und nahm jedes Lob seiner DEAD Filme dankend an.

Allerdings hatte er auch den höchsten Satz:

  • 15,- Euro auf mitgebrachte
  • 20,- Euro auf ein Foto

Allerdings wird man Ihn so schnell weder in Europa, geschweige denn in Deutschland  wieder sehen.

 

 

 

George A. Romero hatte selbstredend am ganzen Wochenende alle Hände voll zu tun und wird auch sicherlich noch Tage danach dicke Finger vom Autogramme schreiben haben :-)

 

 

 

 

 

 

Gleich neben Romero saß Eugene Clark, der den Hauptzombie Big Boss in "Land of the Dead" gespielt hat.

Witziger trug er seinen Hut auch bei den Photoshoots, was manchmal für komische Fotos sorgte... ;-)

 

 

 

 

 

 

Von Links nach rechts:

Eugene Clark, Pedro Miguel Arce, Tom Savini, Andrew Divoff, David Hess, Jed Brophy, Timothy Balme, Lloyd Kaufman und die Ladies of the Dead.

 

 

 

 

 

 

Der Neuseeländer Timothy Balme erkennt der "Braindead" Kenner sofort auf dem ersten Blick wieder. Außer den längeren Haaren würde er sich wohl auch in einem zweiten Teil gut machen.

Timothy Balme hatte tolle Fotos zum signieren mitgebracht, war sehr freundlich und irgendwie sehr hipp drauf ;-)

 

 

 

 

 

 

Weiter rechts waren die Ladies of the Dead: Betsy Baker, Ellen Sandweiss und Sarah York. Die Drei waren gut drauf und haben den Photoshoot und Ihre Autogramm Sessions immer wieder mit verrückten Bemerkungen aufgepeppt.

Allerdings hat jede Dame jeweils 10,- Euro auf mitgebrachte Dinge genommen. So dass z.B. eine signierte Tanz der Teufel DVD mit 30,- Euro am Ende doch recht viel waren.

 

 

 

 

 

 

Neben Mr. Presley ist auf der Rechten Seite Doug Bradley, bekanntermaßen Chef der Cenobiten, zu sehen. Der Brite, der den Pinhead spielt, konnte sich auch nicht ausruhen und hatte den ganzen Samstag gut was zu schreiben und für einen kleinen Smalltalk immer zu haben.

In Hellraiser Eck saßen neben Doug Bradley auch Ashley Laurence, Barbie Wilde, Simon Bamford und Nicolas Vince. Simon Bamford war leider nur Samstag zu Gast auf der WoH.

 

 

 

 

 

 

Höhepunkt für die Fans der Hellraiser Saga dürfte vor allem der Besuch von Ashley Laurence sein. Sie war noch nie in Deutschland auf einer Convention zu Gast und so musste einiges an Unterschriften nachgeholt werden ;-)

Sie schaut immer noch sehr nett aus und hatte sehr viele Fotos zum signieren mitgebracht.

 

 

 

 

 

 

Die Q&A Talks

 

Gespannt auf die ersten Talks gab es gleich beim Hellraiser Talk einen kleinen Eklat. Nachdem der Moderator einige male darauf hinwies, bitte ohne Blitz zu fotografieren, da Ashley Laurence starke Probleme mit den Augen hat und kurz darauf auch noch Doug Bradley nochmals ausdrücklich darauf hinwies, bitte ohne Blitz zu fotografieren, hatten das natürlich nicht alle Talk Besucher verstanden und munter weiter geknipst. Als Folge dessen ist Ashley Laurence wutentbrannt (mit Recht) von der Bühne aufgestanden und gegangen. Danach konnte der Talk beginnen... leider ohne Ashley.

 

 

 

 

 

 

Sehr witzig war auch der Q&A Talk mit Tom Savini, FX Guru und bekannt als Sexmachine aus "From Dusk till Dawn". Nicht nur, dass er lustige Anekdoten zum besten gab, er berichtete auch von seiner FX Schule in den USA und davon, was er von der imdb.com hält.

Sehr amüsant auch, wie Tom Savini den Übersetzer aufs Korn genommen hatte. Tom wurde gefragt, ob er durch seine italienische Herkunft noch italienisch spricht. Er gab zu, leider kein Wort italienisch zu sprechen und hatte dann einen Witz gemacht, worauf nur wenige gelacht haben. So hat Tom das Publikum gefragt, ob sein Kollege zur rechten überhaupt das übersetzt, was er sagt oder irgendwas anderes. Tom hat den verdutzten Übersetzter eins mit dem Mikrophon auf dem Kopf gegeben und die Situation hatte wieder für viele Lacher gesorgt.

Trotzdem von dieser Stelle ein großes Kompliment zum Übersetzter, der nur Samstag dabei war und kurzerhand eingesprungen war, da kein anderer sich freiwillig bereit erklärt hatte. Schwieriger war es dagegen am Sonntag, als ein britischer  Moderator das Zepter übernommen hatte. Der konnte so gut wie gar kein Deutsch, was dann wiederum für einen deutschsprachigen Fan, der nur wenig Englisch konnte, es fast unmöglich machte, eine Frage vernünftig zu stellen.

 

 

 

 

 

 

Als Eugene Clark, Pedro Miguel Arce und George A. Romero die Bühne betraten, tobte der Applaus Ihnen entgegen. Der Panel war bis zum letzten Mann voll und alle lauschten den Talk der drei, vor allem aber George A. Romero.

Es wurde wieder ein wenig ernster und Romero antwortete zu vielen interessanten Fragen wie etwa den Extendet Cut für "Land of the Dead" ("Gibt es nicht), "Land of the Dead 2" ("Weiß er noch nicht) oder nach dem alternativen Ende von "Dawn of the Dead" ("Es wurden nur die Shoots von G. Ross und K. Foree aufgenommen").  Sehr interessanter Talk, leider nur viel zu kurz. Selbst die Stargäste hätten sicher noch länger reden wollen, denn ca. 35 Minuten für 3 Personen oder 5 bei den Hellraiser Leuten war etwas wenig...

 

 

 

 

 

Udo Kier

 

Höhepunkt des Tages war sicherlich der Kurzbesuch von Udo Kier. Dieser verlief wohl nach dem Geschmack des wohl Bekanntesten deutschen Schauspielers im Bereich des Fantastischen Films. Zunächst sollte Udo Kier als normaler Gast dabei sein und auch an den Photoshoots teilnehmen. Dann hieß es morgens wiederum auf der WoH, Udo Kier komme doch nicht, was sich dann schnell verbreitete. Als aber Veranstalter Thomas um ca. 13 Uhr die Ankunft Udo Kiers im Hotel angekündigt hatte, konnte kaum einer ruhig Mittag machen, und es brach ein wenig Hektik auf der WoH aus....

 

 

Als Udo Kier endlich gegen 14 Uhr auf der Woh aufschlug, musste er zunächst viele Autogramme geben ;-)

Er konnte sich erst auf die Bühne wagen, als die Moderatoren die Fans dazu aufriefen, Ihn erstmal durch zulassen und kurz auf Ihr Autogramm zu warten. Veranstalter Thomas selbst legte Hand an und brachte Udo Kier eine Cola Light.

 

 

Auf der Bühne hat Udo Kier dann erklärt, dass er so gut wie gar nicht geschlafen hat und gleich Sonntag früh nach München muss, um Notruf 911 zu drehen.

Er hat sich über die Begeisterung um seine Person gefreut und seine Meinung über Zensur, Vergleich zwischen Deutschen und US Produktionen erklärt und über seinen Auftritt bei der Neuen Horrorserie in den USA, den "Masters of Horror" Berichtet.

Leider wollte er keine Videoaufnahmen zulassen, so bleibt sein gelungener Auftritt nur den Teilnehmern vorbehalten.

Als Udo Kier fertig war, musste er weiter Autogramme geben und dadurch ist der ganze Q+A Zeitplan endgültig aus dem Zeitplan geraten ;-)

 

 

Nachdem Udo Kier aus dem Panel kurz eine Pause eingelegt hatte, saß er kurzerhand neben Doug Bradley auf dem Stuhl und schrieb fleißig weiter.

Zwar haben die WoH "Crew Mitglieder" mehrmals versucht, die Autogrammstunde zu beenden, weil Udo Kier wieder weg wollte und mit der Zeit angespannter wirkte, sich aber immer wieder von den Fans erweichen ließ und  und weiter Autogramme gab ;-)

Und das ohne jegliches Geld zu nehmen, Kompliment!

Erst ca. gegen 16.50 Uhr hat er die WoH verlassen und dann hatte aber auch wirklich jeder sein Autogramm bekommen... 

 

 

 

 

Fazit zum 1. Tag. Kurz Genial!

Zwar gab es einige Kritikpunkte, wie etwa die schlecht verständlichen Durchsagen, nicht wegen der Akustik, sondern weil ein Holländer mit gebrochenen Deutsch versuchte, durchsagen zu machen. Oder auch die Q+A Panels, die wie schon oben beschrieben durch die Englische/Holländische Moderation etwas chaotisch war. Etwas ärgerlich, da im Grunde 95 % der WoH Crew aus deutschen bestand, und gerade die Moderation und die Durchsagen von Holländern übernommen wurden ;-)

Aber das Positive überwiegt klar, Udo Kier, George A. Romero und die tollen Talks waren in der Gesamtheit dermaßen genial, das der zweite Tag nun kommen konnte..

 

 

 

Weiter zum 2. Tag,

Sonntag, den 4.12.05

 

 

 

 

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